Anwendungseinschränkungen für Chinolonen & Fluorchinolonen

Mit sofortiger Wirkung wird die Anwendung von Fluorchinolon-Antibiotika drastisch eingeschränkt – einige der Mittel werden sogar komplett vom europäischen Markt genommen.

In einem sogenannten Rote-Hand-Brief warnen Pharmakonzerne vor neu bewerteten Risiken. Die Mittel stehen im Verdacht langanhaltende und irreversible Nebenwirkungen, wie bspw. Sehnenentzündungen und -risse, Nervenstörungen, Schlaflosigkeit oder Depressionen hervorzurufen. Sie werden häufig bei Harnwegsinfektionen, akuter Bronchitis oder Mandelentzündungen eingesetzt.

Somit sollen die Medikamente am dem 28. März 2019 nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Bewertung verschrieben werden. Betroffen sind folgende Wirkstoffe:

  • Ciprofloxacin
  • Levofloxacin
  • Moxifloxacin
  • Norfloxacin
  • Ofloxacin

 

In Deutschland sind bereits einige Antibiotika mit entsprechenden Wirkstoffen nicht mehr im Handel erhältlich. Die neue Regelung beruft sich auf eine EU-weite Risikoregelung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Der Bescheid beinhaltet Anwendungseinschränkungen, Veränderungen im Wortlaut der Indikationen und umfangreiche Hinweise und Warnhinweise. Auch die US-Behörde FDA hat die Warnhinweise für Fluorchinolone stark verschärft.

 


Quelle: BfArM

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