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Explosion im Chempark Leverkusen: Welche Auswirkungen hat die Rauchwolke auf Lebensmittel?

Nach der Explosion im Chempark Leverkusen besteht laut Landesumweltamt die Möglichkeit, dass PCB-, Dioxin- und Furanverbindungen entstanden sind und sich über die Rauchwolke in der Umwelt verbreiten. Dies könnte Einfluss auf die Lebensmittelbranche, insbesondere die Produktion tierischer Produkte haben.

 

Was sind Dioxine, PCBs und Furane?

 

Dioxine können in Anwesenheit mit Chlor und organischem Kohlenstoff bei Verbrennungsprozessen entstehen. Dabei spielt auch die Temperatur eine wichtige Rolle, weshalb Dioxine auch bei Waldbränden oder Vulkanausbrüchen freigesetzt werden können. Sie haften sich an Staubpartikel und gelangen so in die Umwelt.

PCBs (Polychlorierte Biphenyle) umfasst eine Stoffgruppe von mehr als 200 Substanzen und diese haben eine toxische Wirkung. Einige PCBs ähneln im Molekülaufbau den Dioxinen und werden daher auch dioxinähnliche PCBs genannt. PCBs werden in der Industrie produziert und z.B. für Transformatoren und elektrische Kondensatoren verwendet. In vielen Ländern sind PCBs seit 1989 verboten.

Furane entstehen bei Hitze aus Kohlenhydraten, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Ascorbinsäure. Dementsprechend können Furane insbesondere in gerösteten Lebensmitteln entstehen (z.B. Toast oder Kaffee).

 

Auswirkungen von Dioxinen, PCBs und Furanen auf Lebensmittel

 

Durch die Verbreitung der Stoffe in der Umwelt, gelangen sie auch in landwirtschaftliche Bereiche und werden hier von Nutztieren über die Nahrung (Bodenpartikel, Futtermittel) aufgenommen. Dioxine und PCBs setzen sich vor allem in Fettgewebe fest, weshalb insbesondere in tierischen Lebensmitteln höhere Gehalte zu finden sind, als in pflanzlichen.

Die EFSA hat im Jahr 2018 eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme (Tolerable Weekly Intake = TWI) von zwei Piktogramm (2 x 10-12 Gramm) pro Kilogramm Körpergewicht aufgestellt. Seit 2006 gilt die Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 mit Höchstgehalten für Dioxine und dioxinähnliche PCBs für ausgewählte Lebensmittel.

Werden die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte überschritten, so dürfen diese Lebensmittel zum Schutz der öffentlichen Gesundheit nicht auf den Markt gebracht und verkauft werden.

 

Empfehlung unserer Experten

 

Die Experten für Lebensmittel- und Futtermittelanalytik empfehlen Herstellern ihre Produkte auf Kontamination mit Dioxinen, PCBs und Furanen überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass sie ihren Kunden sichere Produkte verkaufen.

Die Labore der Tentamus Group bieten Ihnen entsprechende Analysen an und beraten Sie gern über mögliche Maßnahmen.

 

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Blogartikeln:

 

Kontaktieren Sie uns gern bei weiteren Fragen rund um das Thema Dioxine, dioxinähnliche PCBs, Lebensmittel und Futtermittel. Unsere Experten beraten Sie gern und lassen Ihnen ein individuelles Angebot zukommen.

 

 Ihre Ansprechpartnerin:

 

Nicole Schröer
nicole.schroeer@tentamus.com
+49 30 206 038 133

Tentamus Labor in Ihrer Nähe