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Aufbruch in eine neue Ära: Die Reform des EU-Arzneimittelrechts und ihre Auswirkungen auf die Arzneimittellieferketten!

29. Jun. 2023
6 minutes read

Die Arzneimittellieferketten bilden das Rückgrat der Gesundheitsversorgung in Europa. Angesichts der sich wandelnden Bedürfnisse und Herausforderungen hat die Europäische Union am 26. April 2023 eine wegweisende Reform des EU-Arzneimittelrechts eingeleitet. Diese Reform markiert einen bedeutenden Wendepunkt und stellt einen entscheidenden Schritt dar, um eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Gesundheitsinfrastruktur in Europa aufzubauen. In diesem Artikel erhalten Sie detaillierte Einblicke in die zentralen Ziele und Eckpunkte dieser Reform hinsichtlich der Arzneimittellieferketten in Europa und erfahren, wie sie diese maßgeblich beeinflussen wird.

Wie in den vergangenen Monaten offenbar, stehen die Arzneimittellieferketten trotz ihrer enormen Bedeutung vor zahlreichen Herausforderungen. Eine der größten Schwierigkeiten besteht in der steigenden Komplexität dieser Lieferketten: mit der Globalisierung sind die Prozesse für Produktion, Prüfung und Distribution von Arzneimitteln immer vielschichtiger und vernetzter geworden, was die Anfälligkeit für Störungen erhöht. Hinzu kommen die steigenden Kosten für Forschung und Entwicklung, der zunehmende Wettbewerbsdruck und die stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen. Oftmals gibt es nach verhandelten und festgesetzten Preisstrukturen wenig Möglichkeiten, diese an die steigenden Kosten für die Herstellung anzupassen.

Eine weitere große Herausforderung liegt in den Arzneimittelengpässen, die insbesondere in Krisenzeiten zum Vorschein kommen. Diese Engpässe können aufgrund verschiedener Faktoren auftreten, wie zum Beispiel Produktionsprobleme, logistische Schwierigkeiten oder geopolitische Konflikte, und haben direkte Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

Um diese Herausforderungen anzugehen, hat die Europäische Union am 26. April 2023 eine umfassende und ambitionierte Reform ihres Arzneimittelrechts eingeleitet.

Auf dem Weg zu resilienteren Arzneimittellieferketten!

Die Reform des EU-Arzneimittelrechts zielt insbesondere auf die folgenden Hauptziele ab, um die Arzneimittellieferketten zu stärken:

  • Kontinuierliche Überwachung:
    Die zuständigen Behörden auf nationaler Ebene und die EMA werden kontinuierlich die Situation von Arzneimittelengpässen überwachen, und Zulassungsinhaber müssen, wie auch schon jetzt, mögliche Engpässe frühzeitig melden und Pläne zur Verhinderung von Engpässen entwickeln.
  • Verstärkte Koordinierung durch die EMA:
    Die EMA wird eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der Überwachung und Bewältigung von kritischen Arzneimittelengpässen auf EU-Ebene spielen, zusammen mit der hochrangigen Lenkungsgruppe zur Überwachung möglicher Engpässe bei Arzneimitteln.
  • Transparenz bei Arzneimittelengpässen:
    Mit der Einführung einer umfassenden Berichterstattung auf nationaler und EU-Ebene wird ein transparenter Umgang mit Arzneimittelengpässen gewährleistet. Dieser besteht bereits in Ansätzen und soll intensiviert werden.
  • Erstellung einer EU-weiten Liste kritischer Arzneimittel:
    Die EU-Kommission wird eine Liste kritischer Arzneimittel erstellen, die eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen, und mögliche Schwachstellen in ihren Lieferketten bewerten.
  • Reaktion auf kritische Engpässe:
    Die Inhaber von Arzneimittelzulassungen werden angehalten, bei kritischen Engpässen proaktiv zu handeln und diese Engpässe unter Berücksichtigung von Empfehlungen zu beheben. Sie sollen auch die Ergebnisse der ergriffenen Maßnahmen melden, die beispielsweise darin bestehen könnten, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, umzustrukturieren oder den Vertrieb anzupassen.

Die EU-Arzneimittelreform: Weichenstellung für robustere Arzneimittellieferketten!

Diese Reform markiert einen bedeutsamen Fortschritt in der Gesundheitspolitik der EU. Die Neugestaltung der Arzneimittellieferketten stärkt ihre Krisenresistenz und gewährleistet die Gesundheit der EU-Bürger. Gleichzeitig positioniert sich die EU als attraktiver Standort für Investitionen und Forschung im Bereich der Arzneimittel. Dadurch festigt sie ihre Rolle als globaler Gesundheitsakteur und ermöglicht ihren Bürgern einen verbesserten Zugang zu sicheren und kostengünstigen Medikamenten.

Haben Sie noch Fragen zum Thema?
Sprechen Sie uns an!

Hinweis: Der Blogartikel basiert auf den Pressemitteilungen der Europäischen Kommission vom

25. November 2020 und dem 26. April 2023

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Ronja Loy
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