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Reis: Grundnahrungsmittel nicht immer bedenkenlos

Reis ist in vielen Regionen der Erde ein Grundnahrungsmittel und es gibt ihn in vielen unterschiedlichen Varianten. Ob Vollkorn-, Rundkorn-, oder Langkornreis, eins haben alle Sorten gemeinsam: die Anbauweise.

Reis wird überwiegend auf Feldern angebaut, die vollständig unter Wasser stehen. Dadurch kann sich das im Boden natürlich vorkommende anorganische Arsen in den Randschichten der Pflanze anreichern. Klärschlamm und Phosphatdünger belasten das Grundwasser zusätzlich mit Arsen.

Regelmäßige Tests geben dem Hersteller und schließlich auch Endverbraucher einen Einblick in die Produkte. In einem solchen Test, wurde in mehreren Reissorten Arsen nachgewiesen.
Bei Arsen handelt es sich um ein Halbmetall, welches natürlich im Ackerboden vorkommt und so von Reispflanzen aufgenommen wird. Laut einer Stellungnahme vom Bundesinstitut für Risikobewertung  kann anorganisches Arsen krebserregend sein. Aus diesem Grund gibt es für die Arsenbelastung in Reiserzeugnissen gesetzlich festgelegte Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

Laut Verordnung (EU) 2015/1006 gelten die folgenden Höchstwerte für anorganisches Arsen:

  • Geschliffener Reis, nicht parboiled: 0,20 mg/kg
  • Parboiled-Reis und geschälter Reis: 0,25 mg/kg

Weitere Rückstände in Reisprodukten

 

In einigen Sorten wurden zudem auch das Schwermetall Cadmium, Pestizide und Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) nachgewiesen, teils in erhöhter Menge.

Cadmium ist in geringen Mengen in der Erdkruste vorhanden. Kommt es zu einer Übersäuerung des Bodens, nimmt die Pflanze mehr von dem Schadstoff auf. Aber es kann auch über Futtermittel in die Lebensmittel gelangen. Eine dauerhaft zu hohe Aufnahme von Cadmium kann zu Nierenschäden führen.

In den getesteten Reissorten wurde hauptsächlich das Pestizid Deltamethrin nachgewiesen. Dieser Stoff ist giftig für Bienen und wird durch den Stoff Piperonylbutoxid verstärkt, welcher ebenfalls nachgewiesen wurde.

Mineralöle können in verschiedenen Verbindungen ebenfalls krebserregend sein. Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) können auf verschiedene Wege in Lebensmittel gelangen, wie z.B. durch das Verpackungsmaterial oder den Herstellungsprozess und können mutagen und karzinogen wirken. Es wird vermutet, dass MOAH über die Jutesäcke in die Reiskörner gelangt. Ebenso „verdächtigt“ werden Pappverpackungen und auf Mineralöl basierende Druckfarben.

                                         

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Unsere Expertin hilft Ihnen gerne weiter.

Nicole Schröer
nicole.schroeer@tentamus.com
+49 30 206 038 133

 


Quelle: Ökotest

Source: https://www.bilacon.de/reis-analytik-berlin/

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