1. Home
  2. News
  3. Rückstände in Arzneitee
medizinal-tee-pestizidrückstände

Rückstände in Arzneitee

Wie können die Teehersteller die Sicherheit ihrer Produkte gewährleisten?

 

Viele von uns greifen bei einer Erkältung schnell zu einer Tasse Arzneitee. Wir glauben, dass diese warme Flüssigkeit Halsschmerzen lindert, die Nebenhöhlen reinigt und den Körper mit Feuchtigkeit versorgt. Tee kann zwar eine symptomatische Linderung der Symptome bieten, aber es gibt kaum Anzeichen dafür, dass er den Genesungsprozess beschleunigt.

Tees, die zur Behandlung von Erkältungen verwendet werden, können verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel und natürliche Giftstoffe enthalten. Ein Beispiel für ein natürliches Toxin sind Pyrrolizidin-Alkaloide. Sie sind natürliche Gifte, die weltweit von einer Vielzahl verschiedener Pflanzen als Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde gebildet werden. Sie können die Leber schädigen und haben eine karzinogene Wirkung, d.h. sie verändern die natürliche Transkription und Replikation der DNA, was zu einem erhöhten Krebsrisiko führt.

Es gibt kein Gesetz, das festlegt, wie viel Pyrrolizidin-Alkaloide ein Produkt enthalten darf. Die Europäische Arzneimittelagentur erwähnt, dass eine Person, die 50 Kilo wiegt, davon abgehalten wird, mehr als 0,35 Mikrogramm Pyrrolizidin-Alkaloide pro Tag zu konsumieren.

 

Bei einem Test von 18 Tees enthielten alle bis auf einen Pestizide oder Pestizidspuren.*

 

Neben anderen Pestiziden wie Glyphosat wurde auch das Pestizid DEET (Diethyltoluamid) in Tees gefunden, die Bronchitis bekämpfen. DEET ist ein Insektenschutzmittel, das von den Teeherstellern verwendet wird, da Insekten dazu neigen, sich von Teeblättern zu ernähren. DEET kann, wenn es vom Menschen verzehrt wird, allergische Reaktionen oder Schleimhautreizungen verursachen. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind vernachlässigbar, solange die kritischen Grenzwerte nicht überschritten werden.

Um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten, setzt Tentamus seine breite Palette an Laborgeräten ein, um jede Charge des Herstellers auf Pestizide und Toxine zu testen.

Arzneitees unterliegen strengeren Kontrollen als normale Tees. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bietet das Tentamus Labor QSI die Analyse von Pyrrolizidinalkaloiden und Pestiziden auch unter GMP-Bedingungen an.

Darüber hinaus bietet Tentamus auch Analysen nach Arzneibuchmonographien (z.B. Ph. Eur.) an, dazu gehört z.B. die Bestimmung der nützlichen Inhaltsstoffe.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner:

 

Nicole Schröer
nicole.schroeer@tentamus.com
+49 30 206 038 133

Dr. Johannes Junemann
johannes.junemann@qsi-q3.de
+49 421 596 607 0


Quelle: *Ökotest

Tentamus Labor in Ihrer Nähe