Solanin in Kartoffeln

Anlässlich einer Vergiftung durch ein Kartoffelgericht erinnert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) an den richtigen Umgang mit Kartoffeln. Glykoalkaloide, darunter Solanin als wichtiger Vertreter, sind natürliche Inhaltsstoffe in Kartoffeln. Die Aufnahme einer bestimmten Menge an Glykoalkaloiden kann beim Menschen zu Vergiftungen führen.

Das BfR leitet einen vorläufigen NOAEL (No Observed Adverse Effect Level) von 0,5 Milligramm (mg) Glykoalkaloide pro Kilogramm (kg) Körpergewicht pro Tag ab. Dies ist die höchste Dosis, bei der keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen beobachtet wurden. Um eine Überschreitung des NOAEL zu vermeiden, sollte der Glykoalkaloidgehalt in Speisekartoffeln weniger als 100 mg pro kg Frischgewicht betragen. Bisher wurden Kartoffeln mit einem Glykoalkaloidgehalt von bis zu 200 mg pro kg generell als unbedenklich eingestuft.

 

Lagerung und Zubereitung von Kartoffeln:

 

  • Kartoffeln sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden
  • Alte, getrocknete, grüne oder stark keimende Kartoffeln sowie Kartoffelschalen als Snacks, die hauptsächlich aus Kartoffelschalen bestehen, sind nicht zum Verzehr geeignet
  • Grünflächen und sogenannte „Augen“ in Kartoffeln sollten großzügig entfernt werden
  • Wenn die Verbraucher die Schale essen wollen, sind nur intakte, frische Kartoffeln für diesen Zweck geeignet
  • Kartoffelgerichte sollten nicht gegessen werden, wenn sie einen bitteren Geschmack haben.
  • Insbesondere kleine Kinder sollten keine ungeschälten Kartoffeln essen
  • Kochwasser von Kartoffeln sollte nicht wiederverwendet werden
  • Frittierfett für Kartoffelprodukte sollte regelmäßig gewechselt werden

 


Link zur Erklärung: BfR

 

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