Analyse von Matcha
Matcha ist ein zu feinstem Pulver gemahlener japanischer Grüntee, mit einer charakteristischen tiefgrünen Farbe und einem typischen Umami-Geschmack
Da beim Konsum das gesamte Teeblatt aufgenommen wird, ist er besonders reich an Antioxidantien und Koffein, was ihn zu einer beliebten Kaffee-Alternative macht. Die Wirkung von Matcha beruht dabei auf der einzigartigen Kombination von Koffein und der Aminosäure L-Theanin, die in den Teepflanzen in besonders hoher Konzentration vorkommen. Während das Koffein für eine langanhaltende Belebung sorgt, dämpft das L-Theanin dessen nervöse Begleiterscheinungen, sodass diese Inhaltsstoffe gemeinsam einen Zustand fokussierter, gelassener Wachheit bewirken.
Der globale Markt für Matcha boomt, was vor allem durch den anhaltenden Wellness-Trend und die Beliebtheit des optisch ansprechenden Getränks bei jüngeren Generationen angetrieben wird. Das Angebot hat sich längst über das klassische Teepulver hinaus auf Lifestyle-Produkte wie Fertiggetränke, Snacks, Gebäck und sogar Kosmetik ausgeweitet.
Für die Herstellung von Matcha werden die Teepflanzen einige Wochen vor der Ernte beschattet, um die Produktion von Chlorophyll und Aminosäuren intensiv anzuregen. Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, getrocknet und von Stängeln sowie Blattäderchen befreit, bevor das reine Blattfleisch in traditionellen Granitsteinmühlen langsam zu feinstem Pulver vermahlen wird.
Durch diesen aufwendigen Herstellungsprozesses gilt echter Matcha als absolutes Premiumprodukt. Da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, existieren auf dem Markt jedoch riesige Qualitäts- und Preisunterschiede. Günstigerer „Culinary Grade“ ist eher herb und eignet sich primär zum Backen oder Kochen. Für den beliebten Matcha Latte in Cafés wird meist der kräftigere „Premium Grade“ verwendet, während für die traditionelle Teezeremonie der edle „Ceremonial Grade“ pur mit Wasser getrunken wird. Diese Spitzenqualitäten erzielen hochgerechnet Kilopreise von 800 bis über 1.500 Euro. Billigere Produkte wie Teebeutel oder fertige Pulvermischungen enthalten im Vergleich dazu meist nur sehr geringe Mengen des echten Matchas.
Da echter Matcha solch hohe Preise erzielt, bietet Matcha für Produktfälscher enorme finanzielle Anreize.
Die Tentamus Group ist derzeit der einzige Anbieter für einen umfassenden Prüfansatz für Matcha. Dieser Prüfansatz kombiniert eine proprietäre isotopenbasierte Herkunftsüberprüfung direkt in Japan mit weltweit einzigartigen Authentizitäts-, Qualitäts- und Sicherheitsanalysen durch die akkreditierten Labore der Tentamus Group.
Herausforderung für Produzenten und Inverkehrbringer von Matcha
Matcha ist ein Premiumprodukt, das anfällig für falsche Kennzeichnungen, irreführende Angaben zur Herkunft und Verfälschungen ist. Matchaprodukte, die als japanischer Matcha vermarktet werden, stammen zum Teil aus anderen Ländern und unterscheiden sich stark in der Produktqualität. Unterschiede hinsichtlich der Sorte, der Erntequalität und der Zusammensetzung können oft nicht allein anhand der üblichen Unterlagen oder der Kennzeichnung überprüft werden.
Für Hersteller, Händler und Markeninhaber birgt dies echte Risiken in Bezug auf eine mögliche Nichteinhaltung von Vorschriften, Verlust des Verbrauchervertrauens oder Beeinträchtigung des Markenwerts.
Um Sicherheit für den Verbraucher zu schaffen sind spezifische und umfassende Laboranalysen notwendig.

Notwendige Untersuchungen bei der Analyse von Matcha
Herkunftsverifizierung
Mit der innovativen Stabilisotopenanalyse (SIRA; Stable Isotope Ratio Analysis) lässt sich Herkunftsbetrug bei Matcha lückenlos aufdecken und die Authentizität der Produkte zuverlässig sichern. Das hochentwickelte Prüfverfahren, das in einem spezialisierten Isotopenlabor direkt in Japan durchgeführt wird, analysiert den „atomaren Fingerabdruck“ des Tees, der durch die spezifischen Isotopenverhältnisse von Wasserstoff, Sauerstoff, Schwefel und Strontium gebildet wird. Da diese Werte exakt das Klima, den Niederschlag und die einzigartigen Vulkanböden der japanischen Anbauregionen (wie Uji oder Nishio) widerspiegeln, kann die geografische Herkunft mit dieser Methode exakt bestimmt werden. Durch den präzisen Abgleich mit verifizierten Referenzdatenbanken ist dadurch eine Zertifizierung als Japanischer / Uji Matcha möglich.
Authentizität
Die Echtheitsprüfung von Matcha, die in den deutschen Laboren der Tentamus Group durchgeführt werden kann, umfasst eine präzise Sortenauthentifizierung mittels moderner DNA-Analyse. Durch dieses Verfahren lässt sich die genaue Identität der verwendeten Teepflanze zweifelsfrei bestimmen und nachweisen. Zudem wird die Methode gezielt eingesetzt, um Verfälschungen durch Fremdpflanzen oder andere nicht deklarierte Inhaltsstoffe aufzudecken. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Produkt frei von unerlaubten Streckmitteln oder billigem Ersatzmaterial ist.
Quality Assessment
Die Qualitätsbeurteilung von Matcha in den deutschen Laboren der Tentamus Group erfolgt über ein hochentwickeltes Zusammensetzungsprofil mittels NMR-Spektroskopie (Kernspinresonanz-spektroskopie). Durch die präzise Analyse der Verhältnisse von Theanin, Catechin, Chlorophyll und Koffein lassen sich verlässliche Aussagen über die Produktgüte treffen. Diese robusten Analysedaten ermöglichen eine exakte Differenzierung der verschiedenen Qualitätsstufen und unterstützen die offizielle Einstufung des Tees. Zudem kann über dieses Verfahren die Ernteperiode labortechnisch überprüft werden, um beispielsweise den wertvollen First Flush (Ichibancha) vom Second Flush (Nibancha) zu unterscheiden.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem starken Antioxidans EGCG (Epigallocatechingallat), dem am häufigsten vorkommende Catechin in Matcha, das für viele der potenziell gesundheitsfördernden Eigenschaften des Tees verantwortlich ist.
Safety Testing
Die Sicherheitsprüfung von Matcha, die in den deutschen Laboren der Tentamus Group durchgeführt werden kann, beinhaltet ein umfassendes Screening auf relevante Schadstoffe. Durch zielgerichtete Analysen wird sichergestellt, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden und Verbraucher optimal geschützt werden. Das Verfahren untersucht das Teepulver dabei präzise auf folgende Rückstände:
- Pestizidrückstände (mittels massenspektrometrischer Verfahren Screening auf über 900 Pestizidrückstände möglich)
- Mykotoxine (Schimmelpilzgifte; z.B. Ochratoxin A oder Aflatoxinen)
- Schwermetalle wie Blei (Pb), Cadmium (Cd), Arsen (As) und Aluminium (Al)
- Allergene (relevant vor allem durch Kreuzkontaminationen)
- Unzulässige Farb- und Konservierungsstoffe

Probenversand für die Analyse von Matcha
Um eine zuverlässige und schnelle Analyse Ihrer Matchaprodukte zu gewährleisten, bietet die Tentamus Group flexible Optionen für die Probenübermittlung an, z.B. einen Paketdienst, die persönliche Probenabgabe oder einen praktischen Abholservice in Deutschland.

Relevante Rechtsgrundlagen und Richtlinien
- Basis-Verordnung (EG) Nr. 178/2002
- HACCP-Konzept (EG) Nr. 852/2004 (Lebensmittelhygiene)
- Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission (Kontaminantenverordnung)
- Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates (Höchstgehalte an Pestizidrückständen)
- Lebensmittelinformations-Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV)
- Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006
- Zusatz von Stoffen – Verordnung (EG) Nr. 1925/2006 i.V.m. (EU) 2022/2340
- Ggf. Öko-Basisverordnung (EU) 2018/848 (Bio-Siegel)
Dann kontaktieren Sie uns unter 030/206038230 oder food@tentamus.com
Übersicht der Labore der Tentamus Group, die Analysen von Matcha in Deutschland anbieten
Folgende Labore aus der Tentamus Group bieten die Analysen in Deutschland an:
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